Macht Widerstand Sinn?
Geht es Ihnen auch so: wenn “es” nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle, dann nehme ich das öfter persönlich, als mir lieb ist.
Ich muss mir stets vor Augen halten, dass Widerstand in den meisten Fällen (auch) Sinn macht: sei es, weil ich wieder einmal besser wissen wollte, was für andere gut oder richtig ist, sei es, weil sich der andere Mensch in seiner Autonomie eingeengt oder gar in seinen Grenzen verletzt fühlt, sei es, weil eine Idee oder ein Projekt auch noch von einer anderen Seite beleuchtet werden könnte - weil es andere Lösungsmöglichkeiten gibt, und so weiter.
Kürzlich ist mir der folgende Gedanke wieder zugefallen:
“Es gibt keine widerspenstigen (widerständigen) Klienten, sondern nur widerspenstige (widerständige) Therapeuten.” Von Steve de Shazer.
Die Begriffe “Klienten” und “Therapeuten” dürfen beliebig adaptiert werden auf “Mitmenschen” und “ich”, “Mitarbeitende” und “Chefs”, “Kinder” und “Lehrpersonen” und so weiter.
Meine Erfahrungen im beruflichen wie im persönlichen, privaten Kontext: in den allermeisten Fällen bietet uns Widerstand die Möglichkeit für Wachstum, Entwicklung, Veränderung und Chancen an.
Wie sind Ihre Erfahrungen?
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